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vom 09.06.2008


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Die Anwesenheit des Nepalesen Madhu wertete den Abend zusätzlich auf. Er ist eines der Patenkinder von Thekla Eick. Madhu hat mit ihrer finanziellen Unterstützung studiert und lebt inzwischen mit seiner Familie in Dubai. Gerade rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung ist er in Bad Hersfeld zu einem zweiwöchigen Besuch bei seiner Patin eingetroffen. Foto: Schmidl

Presse

Hersfelder Zeitung, 09.06.2008

Menschen prägen das Land

Interkultureller Abend im IKUZ mit Eröffnung der Ausstellung „Gesichter Nepals'

VON GUDRUN SCHMIDL

BAD HERSFELD. Nepal - mit den höchsten Bergen der Welt und tiefen Tälern, Hinduismus und Buddhismus, alten Kulturen und modernen Problemen zeichnet sich besonders durch seine Gegensätze aus. Es sind trotzdem in erster Linie die Menschen, die das Land prägen. Die Ruhe und Gelassenheit, die sie ausstrahlen, könnten uns die Augen öffnen für ein Leben, dessen äußerliche Armut einhergeht mit Lebensfreude und innerem Reichtum.

Leben und Alltag der Frauen

„Gesichter Nepals" ist eine Ausstellung über Leben und Alltag besonders von Frauen in dem kleinen Staat in Süd-Asien. Die Ausstellung ist Teil der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit des Deutschen Entwicklungsdienstes DED, der sich unter dem Motto „Bildung trifft Entwicklung" mit Entwicklungshelfern, die Erfahrungen im Ausland gesammelt haben, für die Gestaltung einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft einsetzt.

Die Autorin dieser Ausstellung, Martina Göbel, war von 2000 bis 2003 als Entwicklungshelferin in Kathmandu tätig. Die frühere Entwicklungshelferin und jetzige Büdungsreferentin zum globalen Lernen, Barbara Grumm, begrüßte die zahlreichen Besucher und freute sich besonders über die Anwesenheit von zwei Nepalesen. Sie hatte die Idee, die Ausstellung mit den Themenschwerpunkten Nepal allgemein, Frauen und ihr Verhältnis zu Familie, Religion, Landwirtschaft, Kleingewerbe und Handwerk, ergänzt durch die Vorstellung der Frauenorganisation „Women's Foundation", nach Bad Hersfeld zu holen. Die Organisation kämpft für eine angemessene Würdigung der Frauen in Nepal, die im Allgemeinen einen niedrigen Status haben und nur geringe Wertschätzung erfahren.

Kinder direkt fördern

Dr. Eckart Auel brachte es auf den Punkt: „Eine Frau ist in Nepal nichts wert." Nicht nur wegen seinem Engagement für die Nepalhilfe Bad Hersfeld, mit der in einem kleinen überschaubaren Rahmen Kinder aus Nepal direkt gefördert werden, sondern auch als Reisender brachte er gemeinsam mit dem ebenfalls engagierten Dieter Baur Land und Leute dem Publikum mit einem sehenswerten und durch die geschilderten persönlichen Eindrücke nachhaltig wirkenden Diavortrag näher und wurde damit in Vertretung des kurzfristig verhinderten Referenten zum „Retter des Abends".

Die Ausstellung, die aus sieben farbenfrohen Bannern mit zumeist fröhlichen Frauengesichtern und begleitenden Texten besteht, wird ergänzt durch die Ausstellung von Klangschalen, Stoffen, Teppichen, Gebetsmühlen und Tempelglöckchen.

Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, die bis zum 20. Juni täglich zwischen 15 und 19 Uhr geöffnete Ausstellung bei freiem Eintritt zu besuchen. Das leckere nepalesische Essen gab es allerdings nur am Eröffnungsabend.

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